Erneut der 1. Platz beim LeibnizRingHannover Wettbewerb

Schwammring „Illuminare“: Ein Schmuckstück mit Tiefgang – gemacht, um Erinnerungen zu verewigen und die Trägerin sowie den Namensgeber zu ehren.

Zum 22. Mal wurde die Auszeichnung „Leibniz-Ring Hannover 2019“ vom Presseclub Hannover verliehen. Die Expertenjury des höchstdotierten deutschen Wettbewerbs für Schmuckschaffende stand in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Eske Nannen, Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kunsthalle Emden.

Die diesjährigen Sieger des Wettbewerbs kommen erneut aus dem Hause J. Fischer & Sohn KG! Alena Jakunina Uthe und Nico Starke setzten sich mit ihrem ausgefallenen Schmuckstück aus apricotfarbenem Gold gegen 36 Mitbewerber aus ganz Deutschland durch und wurden gestern (08.10.2019) vom Presseclub-Chef Jürgen Köster mit 3.500 Euro Preisgeld und viel Lob ausgezeichnet. Das Votum der Jury für den „Schwammring Illuminare“ fiel einstimmig aus.

Mit großen, auffälligen Schmuckstücken werden oft Eigenschaften wie „schwer“, „massiv“ oder „untragbar“ assoziiert. Doch „groß“ muss nicht immer gleich „schwer“ bedeuten. Die besonders herausragende Leichtigkeit erfährt der Ring durch seine filigran gearbeitete Oberflächenstruktur, die von der Optik her an einen Schwamm erinnert. Gleichzeit symbolisiert sie die Verletzlichkeit und Empfindlichkeit unseres Ökosystems.

Der Ring aus 585/- Apricotgold ist komplett in Handarbeit gefertigt. Durch die vielen feinen Poren, erfährt er diese besondere Leichtigkeit und vermeintliche Zerbrechlichkeit. Am Tag erstrahlt der Ring durch winzig eingefasste Brillanten (52 an der Zahl, entsprechend des Alters von Fr. Dr. Boetius im Jahr der Preisverleihung 2019), doch der Wow-Effekt kommt erst dann zum Vorschein, wenn der Tag zur Nacht wird. Der Ring überrascht mit einem unerwarteten Farbenspiel der besonderen Art!

Um den Clou dieses Ringes vollständig zu begreifen, muss er mit einer Schwarzlichtlampe angeleuchtet werden. Dann werden die filigran gearbeiteten, wellenförmigen Linien aus Fluorid und Keramik im Inneren sichtbar. Feinster Sand aus Maspalomas blitzt durch die Poren des Meeresschwammes. Fluoreszierende Farbakzente auf der Ring-Oberfläche lassen diesen im Schein des Lichtes zusätzlich in schönsten Blautönen erstrahlen.

Die Ring-Innenseite schmücken ein kleines eingraviertes U-Boot, der Name von Frau Dr. Boetius und das Datum der Preisverleihung. Die Goldschmiede erinnern mit Ihrer Arbeit außerdem an Gottfried Wilhelm Leibniz und seine Pläne für ein U- Boot sowie an die vielen Tauchgänge, die die Preisträgerin in einem solchen bereits erleben durfte.

Mensch und Meer – seit Urzeiten eine ganz besondere Beziehung: Fr. Dr. Boetius schwärmt in diversen Interviews vom Erlebnis in der Tiefsee, wenn die Lichter im U-Boot erloschen und das „Feuerwerk“, hervorgerufen durch leuchtende Mikroorganismen, im Dunkel der Tiefe sichtbar wurde.

 

Die Begründung der Jury zur Auswahl des Siegerrings

„Die beiden Goldschmiede haben sich intensiv mit dem Wirken der Meeresbiologin auseinander gesetzt und mit großer Leidenschaft ein aussagestarkes Schmuckstück geschaffen, das durch Schwarzlicht mit weiteren Effekten überrascht. Der Ring in Form eines Meeresschwammes erfährt durch die vielen feinen Poren eine besondere Leichtigkeit. 52 in Apricotgold eingefasste Brillanten stehen symbolisch für kleine Mikroorganismen. Faszinierend ist die Idee mit dem Lichtspiel zwischen 2 Diamantenfunkeln und blauem Tiefseeleuchten, das bei Bestrahlen durch Schwarzlicht entsteht. Die Innenseite schmückt ein eingraviertes, nostalgisches U-Boot. Damit wird an Gottfried Wilhelm Leibniz und seine Pläne für ein Unterseeboot erinnert. Ein Ring voller Kreativität und Inspiration. Ein echter Hingucker mit umfassendem Bezug zu Antje Boetius.“

22. Verleihung des LeibnizRingHannover an die Preisträgerin

Am 21. Oktober 2019 findet die 22. Verleihung des LeibnizRingHannover im Hannover-Congress-Centrum (HCC) statt, bei welcher der Ring seiner diesjährigen Preisträgerin Frau Dr. Boetius überreicht wird. Rund 400 geladene Gäste werden dem Festakt beiwohnen.

Das Kuratorium unter Vorsitz von Lutz Marmor, Intendant Norddeutscher Rundfunk, mit Jan Hofer, Chefsprecher der ARD-Tagesschau, Prof. Dr. Madjid Samii, Neurochirurg und Präsident INI Hannover, Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin der documenta in Kassel, und Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagenstiftung, begründet seine Entscheidung für Antje Boetius folgendermaßen:

„Klimakatastrophe“, „Umweltverschmutzung“, „Rettung der Meere“ sind Themen, die alle miteinander zusammenhängen. Sie beschäftigen oder sollten die Weltbevölkerung beschäftigen. Mit ihrem Protest hat die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg die Jugend für diese Themen mobilisiert. Die Jugend demonstriert – Prof. Antje Boetius agiert! Antje Boetius ist eine herausragende Wissenschaftlerin, Forscherin und Entdeckerin. Ihr Fachgebiet sind die Meere und der Meeresboden, von dem erst 0,01 % erforscht sind. Sie sucht und findet Lösungen, die dafür sorgen können, dass unsere Umwelt lebenswert bleibt. Ihr erfolgreiches Wirken wurde u. a. 2009 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Umweltpreis gewürdigt. Antje Boetius ist eine sympathische Wissenschaftlerin, die willensstark ihren ganz eigenen erfolgreichen Weg geht und dabei Entdeckungen macht, die uns allen helfen können. Sie versteht es exzellent, ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse weit über das Fachpublikum hinaus sehr verständlich und kommunikationsstark öffentlich darzustellen und prägt dadurch viele wichtige Debatten entscheidend mit. Sie ist eine Madame Marie Curie des Meeres!“

Reaktion von Wolfgang Fischer, Inhaber J. Fischer & Sohn KG

Wolfgang Fischer, Geschäftsleitung der J. Fischer & Sohn KG: „Wir im Hause Fischer sind sehr stolz auf unsere beiden Goldschmiede Alena Jakunina Uthe und Nico Starke und freuen uns, unseren Mitarbeitern einen so fruchtbaren Boden für ihre Kreativität bieten zu können. Dass die beiden zum zweiten Mal in Folge diesen begehrten Preis erhalten, zeigt, auf welch hohem Niveau unsere Goldschmiede Ringe entwerfen und fertigen.“

Jury Goldschmiedewettbewerb LeibnizRingHannover 2019

Neben Eske Nannen (Schirmherrin der Kunsthalle Emden) kamen Andreas Bitter (Goldschmiede Bitter), Petra Marklein-Paas (Obermeisterin Gold-und Silberschmiede-Innung Hannover), Beate Nock (Chopard), Dr. Reinhard Spieler (Spengler Museum) und Dr. Sabine Wipl (Handwerkskammer Hannover) zusammen.
Über den Leibniz-Ring Wettbewerb

Der LeibnizRingHannover wird Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen, die durch herausragende Leistungen auf sich aufmerksam gemacht oder durch ihr Lebenswerk ein besonderes Zeichen gesetzt haben. Mit der Auszeichnung wird an den Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) erinnert, der 1676 nach Hannover kam und hier bis zu seinem Tode als Mathematiker, Politiker und Diplomat wirkte. Im Jahr 2018 wurde der Ring an den Sänger Klaus Meine (Scorpions) verliehen.